Eisenerzgrube Talusbruch
Eisenerzgrube Talusbruch
Für den Ungeübten sind nur die Warnschilder am Waldrand ein Hinweis auf ehemaligen Bergbau.
Wir folgen dem Pfad tief in den Wald. Es ist schon dunkel, als wir durch ein kleines Loch bis tief in den
Berg schlüpfen. Lange Vorbereitungszeit zur Ausrüstungswahl und Motive seinesgleichen machen
diese Grube zum Abenteuerkleinod des Bergbaus. Das Tor zu einer anderen Dimension ist noch auf,
als ich mir wieder allen Mut zusammenfasse und in die Dunkelheit eintauche. Es ist schon einige Zeit
her, als ich das letzte Mal hier war. Durch 2 Abbauhallen hindurch geht es in die ersten Strecken. hier
ist es sehr eng. Mit leicht gebückter Haltung schleppe ich mein schweres Gerödel durch den Berg.
Meine erste Station ist ein altes Wasserrad. Nur bringt selbst logisches Wegemanagement kein
Erfolg. hier muss ich wohl abbrechen, um keine Zeit zu verlieren. Weiter geht es auf verschiedenen
Sohlen immer weiter abwärts - beinahe erklimme ich einen Berg negativ. Teilweise kommt zum
Absteigen ein Seil zu tragen. Trotz intensiver Proben ist es aber ein komisches Gefühl untertage am
Seil zu hängen und darauf zu vertrauen, dass das Seil am Ende der Wanderung noch genauso da
hängt. Ich will ja wieder hoch. Ich binde es unten fest, damit es keiner klauen kann. Nach einer
langen Strecke und einer Pause stehe ich vor einem großen Portal. ich schaue über die Brüstung und
ein dumpfer Ton erklingt. Der Luftzug birgt absonderliche Geräusche. Es geht etwa 200 Meter steil
herunter. Ein riesiges Loch im Berg. Früher fuhren hier die Aufzüge, die Loren stehen heute noch
wartend im Gang. Doch heute funktioniert das alles nicht mehr. Ich muss über die langen uralten
verrosteten Leitern nach unten klettern. Mit dem Wissen, wenn ich stürze, dass mich so schnell
keiner mehr findet. Lebend ausgeschlossen.
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